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Das Casentino: Landschaft
 
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Das Casentino ist das "junge" Arnotal. Es reicht von der Quelle des Flusses auf dem Monte Falterona bis nach Capolona, wo der Arno ins Valdichiana tritt und dann in weitem Bogen nach Norden in Richtung Florenz fließt. Es ist in alle Richtungen begrenzt durch waldige Berge, die dem Wanderer auch im Hochsommer Kühle und Schatten spenden. Hier oben bietet das Casentino sich in seiner ganzen herben Schönheit dar. Auf einsamen Wanderwegen, die immer wieder unvergleichliche Aussichten bieten, gelangt man zu spirituellen Orten wie Camaldoli, La Verna oder Badia Santa Trinità.
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Vom Pratomagno aus kann man an klaren Tagen nicht nur den Monte Amiata, sondern in südöstlicher Richtung sogar den Gran Sasso sehen. Vor allem im oberen Casentino führt der Weg talwärts durch weichgeschwungene, grüne Hügel. Auf einigen dieser Hügel oder noch an die Berhänge gelehnt liegen fast noch mittelalterlich anmutende Orte und Örtchen, die meisten inzwischen mit viel Geschmack restauriert. Zwischen ihnen überall vereinzelte Höfe und Weiler, etliche von ihnen zu geschmackvoll gestalteten Agritourismen umgebaut.
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In der Talsohle ändert sich allerdings der Eindruck: Auch hier gibt es wunderschöne Ecken, vor allem entlang der Zuflüsse des Arno, häufig allerdings stören die in Italien üblichen Industrie- und Handelshallen aus Beton, die wie gedanken- und planlos in die Landschaft gesetzt werden, das Bild. Dass aber diese Eindrücke nicht überhand nehmen, dass das Casentino eben nicht so sehr industrialisiert ist, liegt natürlich an der Lage und der Form des Tals: es hat im Grunde nur den einen Zugang von Arezzo aus, und hier läuft die einzige größere Straße und auch die Eisenbahn. Die anderen Straßen, die hineinführen, schlängeln sich über die Pässe der umliegenden Berge, wunderschöne Straßen für Motorradfahrer mit großartigen Ausblicken, aber für Warenverkehr und Kommunikation nicht sonderlich geeignet. Und so kommt es, dass das Casentino, obwohl es eigentlich nicht weit von Florenz und Siena entfernt ist, eine relativ intakte Landschaft mit vielen stillen und erholsamen Plätzen bietet - fast ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist.
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