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Kunst und Bauwerke im Casentino
 
Auch wenn wirklich große und bedeutende Kultur- und Kunstdenkmäler fehlen, ist das Casentino reich gesegnet mit "geringeren Schätzen", auch wenn es "einem fast absurd erscheinen (mag), in einer so großzügig mit Kunstschätzen gesegneten Gegend wie der Toskana, wo beinahe alles, worauf der Blick fällt, dazu beiträgt, diese einzigartige Kulturlandschaft mit ihrem perfekten Gleichgewicht zwischen Natur und Architektur zu formen, von "geringeren Schätzen" zu sprechen.
PoppiPoppiPoppi
Das Städtchen Poppi (z. B.) ist ein überzeugendes Beispiel architektonischer Harmonie. Poppi, vor allem durch seine Burg der Grafen Guidi bekannt, ist reich an noch heute intakten, historischen Bauwerken, die sowohl vom mittelalterlichen Ursprung des Ortes als auch von der Entwicklung des ganzen Casentino erzählen." (Alessandra Peghinelli). Und was für Poppi gilt, gilt ebenso für alle anderen Orte des Casentino. Das ganze Tal mit seinen Städtchen erscheint zuweilen wie ein großes bäuerliches Museum. Manchmal auch wie ein herrschaftliches - aber eben von Herrschaften aus der Provinz. Dementsprechend sind die vielen schönen romanischen und mittelalterlichen Kirchen und Burgen eindrucksvoll, aber eher schlicht. Aus den Kunstwerken ragen vor allem die blau-weißen Porzellanreliefs der Familie della Robbia heraus.
PratovecchioRobbianaPoppi
Die Museen im Casentino beschäftigen sich eher mit der bäuerlichen Kultur und Geschichte der Gegend. Eine Ausnahme stellt das Museo d'arte contemporanea in Stia im eindrucksvollen Palagio Fiorentino dar. Hier wird moderne Malerei toskanischer Künstler ausgestellt. Außerdem gibt es zum Beispiel in Pieve Pontenano bei Talla Wandmalereien, die polnische Maler vor einigen Jahren auf Einladung des damaligen Bürgermeisters von Talla gefertigt haben. Sehenswert auch die wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer deutscher Kunst in san lorenzo arte | exhibitions of modern art | und die Sammlungen von Lorenzo Lori, die die Agritourismen Borgo Corsignano und Fattorie di Celli schmücken.
Einen lebendigen Eindruck vom Casentino, von seinen Städtchen und Bauwerken, von seiner Geschichte, seinen Menschen und seiner Kultur bekommt man am Beispiel von Bibbiena, dem heutigen Zentrum des Tals auf der Seite Bibbiena, città del teatro. Wenn man dort den link "Cicerone elettronico" anklickt, begibt man sich in mehreren Kapiteln auf eine Reise durch die Kulturgeschichte Bibbienas (leider nur auf Italienisch).
Ebenfalls in Bibbiena befindet sich das "Centro Italiano della Fotografia d'Autore" mit wechselnden wunderbaren Ausstellungen, über die man sich im Archivio mostre einen reich illustrierten Überblick verschaffen kann. Das Gebäude selbst diente bis vor einigen Jahren als Bezirksgefängnis, und die Ausstellungen finden in den ehemaligen Zellen statt.